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Tilla Tack

Trotz aller Bemühungen um Ganzheitlichkeit gestaltet sich Tilla Tacks Leben zu ihrem Leidwesen all zu oft schwarz-weiß, gleichwohl sie es als erfahrene Sozialpädagogin und Mutter dreier Kinder eigentlich besser können müsste.


An der Seite des Mannes, der sie auf ihrem Lebensweg begleitet, spricht Tilla Tack anrührend heimelig von den Tücken ihres Menschseins zwischen Perfektionismus und Reflexion. Sie gönnt keinem Augenblick sein emotionales Ruhepolster, manövriert Ihre LeserInnen stattdessen mit garstigem Weitblick durch manch skurrile Schräglage:
"Als äußerst angenehm und wohltuend empfinde ich es nach langen Stunden in menschlicher Gesellschaft, so ganz alleine und für mich, meine Nase von überflüssigem Ballast zu befreien. Welche Zeit lässt sich hierfür besser nutzen als die im Auto? An Ampeln beobachte ich übrigens immer häufiger andere Mitmenschen bei derselben Tätigkeit, insbesondere Frauen. Auch sie haben erkannt, wie sich Nützliches mit Wohligem verbinden lässt - Stichwort: Multitasking." (Aus: "In der Falle")


Absurdität wird greifbar, Groteskes scheint zauberhaft. Überschriften wie "Kultur für Mütter", "Feinheiten", "Entsagung" und "Lügen" verheißen Alltagsepisoden aus Tilla Tacks belebter und unbelebter Umgebung, treffsicher und glaubwürdig erzählt, gleichwohl stets mit einem listigen Zwinkern im Augenwinkel:
"Aus der Not wuchs Leidenschaft. Voller Inbrunst bieten heute Menschen jeden Alters ihre Dienste an. Ein ambulantes Netzwerk durchwirkt das Land. Brüder und Schwestern der Sozialstation betreuen pflegebedürftige Menschen in deren eigenem Zuhause fachgerecht bei allen Verrichtungen des täglichen Lebens. Per Hausnotruf wird Gestürzten nach Wunsch auf die Beine geholfen. Essen bringt ein freundlicher Zivildienstleistender auf Rädern direkt ins Haus. Wer dreimal vergisst, den Herd abzuschalten oder nackig Auto fährt, darf zum Gedächtnistraining in die Tagesbetreuung und trifft dort Gleichgesinnte..." (Aus: "Nachbarschaftshilfe")


Fernab vom Inbegriff althergebrachter Mütterlichkeit blitzt in ihren Zeilen bisweilen zuckersüsser Wahnsinn auf. Tilla Tack öffnet Ihre Augen für das, was Sie immer schon insgeheim in sich gespürt haben, aber eigentlich nie so genau wissen wollten...
"Wenn ich die Wahl hätte zwischen einer Affäre mit dem Milchmann oder dem Postboten, so würde ich mich für unseren Schornsteinfeger entscheiden. Ich bin mir sicher, unter seiner knusprigen Schale verbirgt sich ein herzensguter Mensch, ganz zu schweigen von den sinnlichen Qualitäten, die mir seine wasserblauen Augen versprechen. Apropos Wasser, mal ganz ehrlich: Haben Sie nicht auch schon mal daran gedacht, ihrem Schornsteinfeger beim nächsten Besuch ganz schnell die Bürste abzunehmen und mit ihm in der heißen Badewanne...?" (Aus: "Affären")


Tilla Tack - es gibt kein Entrinnen!


Kleine Kostprobe gefällig !?! Lesen Sie...
"Es kam ein Mensch..." von Tilla Tack


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